Andacht und Teetrinken am 16.5.2026

Plain Speech

Hallo liebe Freunde und Freunde der Freunde!

Kommenden Samstag, den 16.5.2026 um 16 Uhr, findet in der Königstraße 132 in 47798 Krefeld die nächste Quäker-Andacht statt, zu der Ihr wieder herzlich eingeladen seid.

Für alle, die möchten, gibt es im Anschluss ab 17 Uhr die Möglichkeit, sich mit der Bibel zu beschäftigen, Glaubensfragen zu diskutieren oder einfach nur Tee zu trinken.

Es gibt Gruppen, die für ihren Humor gerühmt werden. Die Quäker gehören in der Regel nicht dazu. Woran liegt das? Vielleicht, weil sie sagen, es gebe nichts Heiliges, denn alles sei heilig. Nicht nur der Sonntag ist der Tag des Herrn, sondern jeder Tag. Ist bei so viel Gefasstheit, Respekt und Heiligkeit ein Witz vielleicht einfach zu profan?

Nun gut – nur weil Quäker selbst vielleicht keine Witze machen, gibt es ja eventuell andere Leute, die gute Witze über Quäker machen. Ich habe daher die KI von Google gebeten, mir Witze über Quäker zu nennen. Was dabei herauskam, war jedoch sehr langweilig. „Gut“, dachte ich, „dann gibt das Thema einfach nichts her.“

Doch dann bat ich die KI, mir Themenvorschläge für den Quäker-Gesprächskreis zu unterbreiten – und plötzlich wurde es unfreiwillig komisch! Die Vorschläge waren:

  1. „Die spirituelle Dimension der Quantenverschränkung in der Haushaltsführung“

    Es wird nicht über Gott oder Frieden gesprochen, sondern darüber, ob das Socken-Paar in der Waschmaschine eine metaphysische Verbindung hält, die uns etwas über die Unteilbarkeit des Seins lehrt.

  2. „Das Schweigen der Algorithmen: Warum KI keine Quäkerandacht ersetzen kann (oder doch?)“

    Die Gruppe versucht zu ergründen, ob ein Large Language Model „inneres Licht“ besitzen kann, wenn man es nur lange genug nicht füttert.

  3. „Feng Shui für das innere Licht: Die optimale Ausrichtung der Gartenmöbel zur Förderung der kollektiven Stille“

    Eine Andacht, die sich ausschließlich mit der physikalischen Platzierung von Stühlen beschäftigt, um den Energiefluss der Gruppe zu optimieren – sehr untypisch für den eher schlichten, funktionalen Ansatz der Quäker.

  4. „Die Ästhetik des Lärms – Warum wir lernen müssen, Baustellenlärm als göttliche Sinfonie zu begreifen“

    Das wäre der totale Gegenentwurf zum geschätzten Quäker-Schweigen: Eine bewusste Auseinandersetzung damit, dass Stille ein Privileg ist und man im spirituellen Getöse der Stadt Erleuchtung finden muss.

  5. „Quäkertum und Intergalaktische Diplomatie“

    Die Frage, wie man das Friedenszeugnis anwendet, wenn die erste Kontaktaufnahme mit Außerirdischen erfolgt. (Sehr abwegig, da Quäker meist sehr im „Hier und Jetzt“ der irdischen Probleme verankert sind).

Das Interessante ist, warum uns diese Vorschläge (als Quäker) überraschen und zum Schmunzeln bringen. Ein guter Witz zeichnet sich dadurch aus, dass er einem überraschend vor Augen führt, dass sich angenommene Gewissheiten anders darstellen als gedacht.


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