Andacht und Teetrinken am 15.06.2024

Hallo liebe Freunde und Freunde der Freunde!

Kommenden Samstag, den 15.6. um 17 Uhr, findet in der Königstraße 132 in 47798 Krefeld die nächste Quäker-Andacht statt, zu der Ihr wieder herzlich eingeladen seid.

Wer möchten, kommt gerne schon um 16 Uhr, um sich mit der Bibel zu beschäftigen, Glaubensfragen zu diskutieren und/oder einfach nur Tee zu trinken.

Diesmal schlage ich ein Thema vor, dass sehr stark mit der Sicht der Quäker auf die Welt, und nicht primär mit der Bibel zu tun hat. Quäker sind ihrer Form nach schwer zu greifen und haben eine große theologische Bandbreite. Es gibt aber etwas, von dem Quäker glauben, sie hätten es alle gemeinsam:

Das ist zum einen, der Glaube an ein so genanntes “innerer Licht”, dass ich dieses mal nicht behandeln will, und zum anderen die Zeugnisse.

Und mit Zeugnis ist nicht ein (verbales) Glaubensbekenntnis gemeint, sondern der Lebenswandel. In dem kleine Heftchen, das bei uns in der Andacht immer ausliegt, ist ein Zitat von George Fox von 1656 zu finden:

„Seid Vorbild, seid Beispiel in allen Ländern, Ortschaften, Inseln und Völkern, wohin ihr auch immer kommt, dass eure Haltung und euer Leben unter allen Menschen zu ihnen predigen möge. Dann werdet ihr freudig über die Erde gehen und dem von Gott in jedem Menschen antworten.“

Das, wo für Quäker stehen und worin sie Vorbild sein wollen, nennen sie “Zeugnisse”. Das einzige Zeugnis, das am Anfang verschriftlicht wurde, war 1661 das “Friedenszeugnis”. Da dieses einen klaren Adressaten hat, nämlich den König Charles II. von England.

Es gibt aber noch drei weitere Zeugnisse:

  • Das Zeugnis der Gleichheit
  • Das Zeugnis der Wahrhaftigkeit
  • Das Zeugnis der Einfachheit

Alle Quäker auf der Welt beziehen sich auf diese vier Zeugnisse, von Norwegen bis Südafrika und de USA bis Korea.

Einige Quäker haben noch weitere Zeugnisse für sich formuliert, die noch darüber hinaus gehen. Im Anhang schicke ich euch noch eine Tabelle, mit Beispielen von Jahresversammlungen und ihre Zeugnissen.

Die Fragen, die sich hier stellen sind:

  • Sind diese Zeugnisse wie ein Glaubensbekenntnis?
  • Warum haben manche Quäker mehr als vier Zeugnisse?
  • Welche Zeugnisse würden wir für uns selbst als existenziell betrachten?

Viele Grüße,

Olaf


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